Handel im Gespräch mit Politik, Verwaltung und Wissenschaft.
Erfolgsgeschichten aus dem bayerischen Einzelhandel
Seit mehr als 30 Jahren unterstützt die Rid Stiftung Unternehmerinnen, Nachfolgerinnen und Führungskräfte im mittelständischen bayerischen Einzelhandel dabei, ihre Zukunft aktiv zu gestalten – mit Wissen, Weiterbildungsangeboten und praxisnahen Projekten.
Im Laufe der Zeit sind viele beeindruckende Erfolgsgeschichten entstanden. Sie erzählen von Menschen, die Herausforderungen annehmen, Ideen entwickeln und ihren Weg im Handel gehen.
Diese Geschichten möchten wir hier mit Ihnen teilen. Es sind Lebens- und Unternehmensgeschichten, die beispielhaft für die Vielfalt des bayerischen Einzelhandels stehen.
Erfolgsgeschichten aus dem bayerischen Einzelhandel – Band 2
Im Literaturhaus München wurde im November 2025 Band 2 der Erfolgsgeschichten aus dem bayerischen Einzelhandel vorgestellt.
Erfolgsgeschichten aus dem bayerischen Einzelhandel – Band 2
Die Episoden 11–20 finden Sie hier im zweiten Band – mit zehn weiteren Beispielen für unternehmerische Tatkraft, Kreativität und Zukunftsorientierung im bayerischen Einzelhandel.
Erfolgsgeschichten aus dem bayerischen Einzelhandel – Band 1
Die Episoden 1–10 finden Sie im ersten Band – mit zehn beispielhaften Portraits aus ganz Bayern, die zeigen, wie unterschiedlich und erfolgreich Einzelhandel heute gestaltet wird.
Seit über 150 Jahren begeistert Holz-Leute am Münchner Viktualienmarkt mit handwerklicher Qualität und einzigartigen Produkten aus Holz. Mit Leidenschaft, Kreativität und digitaler Kompetenz führen die Geschwister Stephanie Strobl und Florian Fackler das Familienunternehmen und verbinden meisterhaft Tradition und Moderne. Der Laden bleibt lebendiger Treffpunkt und Erlebnisort, der Online-Shop macht das besondere Sortiment weltweit erlebbar – und zeigt, wie sich eine echte Münchner Marke online wie offline neu erfindet.
Marie Gérard führt das Familienunternehmen Gérard Caravaning in dritter Generation – und hat es in wenigen Jahren strategisch und strukturell neu aufgestellt. Mit klarem Führungsstil, einem starken Team und dem Mut zur Veränderung navigiert sie das Unternehmen durch eine herausfordernde Branche. Eine Geschichte über Wandel, Weitblick und Female Leadership im ländlichen Oberbayern.
Kaffeebohnen, Kunden und Kennzahlen - Kaffeemanufaktur Würzburg
Die Kaffeemanufaktur Würzburg steht für höchste Kaffeequalität, nachhaltige Partnerschaften und ein besonderes Einkaufserlebnis – und zeigt: Unternehmensnachfolge gelingt, wenn Know-how, Haltung und Unterstützung zusammenkommen.
Gartencenter Kiefl: Mit einem Fundament aus Mut zum Publikumsmagnet
Seit dem mutigen Neubau hat sich das Familienunternehmen als Erlebnisort etabliert. Mit einem breiten Pflanzensortiment, einem beliebten Café und einem kreativen Marketingansatz. Events und Social Media bringen zudem neue Kundschaft. Und die nächste Generation ist bereit, die Erfolgsgeschichte fortzuschreiben.
Im Herzen Erdings, am Erdinger Schrannenplatz ist über die letzten Jahre ein wirklich einmaliges Geschäft entstanden, das neben Damenbekleidung bekannter Marken ein regionales und nachhaltig gefertigtes Sortiment mit Seltenheitswert für Liebhaber anbietet.
Modehaus Ganzbeck: Kundenkontakt so viel wie möglich, Online so viel wie nötig
Erfrischend anders der Ganzbeck: Die Mode, die Menschen, das Geschäft! So lässt sich das seit sieben Generationen bestehende „Modehaus Ganzbeck“ in Neuötting beschreiben. Die ungewöhnliche Strategie dahinter: So wenig online wie möglich, aber so viel wie nötig. Kundenbindung, Individualität und exklusive Beratung stehen hier an erster Stelle.
Bad Kötzting, liegt inmitten einer weit geschwungenen Hügellandschaft. Längst hat dort auch die digitale Zukunft Einzug gehalten – unter anderem mit dem Geschäft „Mode Schödlbauer“ an der Rathausgasse. Der Erfolg des Unternehmens mit dem gelernten Einzelhandelskaufmann Peter Schödlbauer an der Spitze: der professionelle Verkauf von Kleidern, Schuhen und anderen Textilien mittels eines ausgeklügelten Online-Tools, und zwar stationär und online.
OBM Baumaschinen – Ein Profi bei der Vermietung von Spezialmaschinen
Bei der Frage, wie es nun weitergehen solle, musste sie nach eigenen Worten nicht lange überlegen: „Für mich stand sofort fest, dass ich das mache, dass ich die Nachfolge antrete.“ Denn die heute 29-Jährige hat von Kindesbeinen an eine Leidenschaft: Baumaschinen einsetzen, Bagger fahren, Gerätschaften wie einen Hydraulikhammer fachkundig bedienen. Alles Tätigkeiten, die man nicht üblicherweise mit dem weiblichen Geschlecht in Verbindung bringt, sondern eher der Männerwelt zuschreibt. Jedenfalls dann, wenn man den einschlägigen Klischees folgt.
„Alles aus einer Hand“: Ein Slogan, den sich viele Firmen auf die Fahnen schreiben und der oft nicht das hält, was er verspricht – bei „Rupprich – Das Wohnwerk“ trifft er zu, als sei er eigens für diesen Familienbetrieb mit Sitz in Markt Schwaben erfunden worden.
Hutthurm in Niederbayern – eine blühende Gegend mit vielversprechendem Entwicklungspotenzial. In den dortigen Industriegebieten haben sich seit den 90er Jahren sukzessiv zahlreiche Betriebe angesiedelt und erzielen eine beachtliche Wertschöpfung. Ganz bewusst hat sich Richard Reidl als Standort seines Betriebs für Hutthurm bei Passau entschieden, seiner Heimatregion.
Nahe der österreichischen Grenze, im oberbayerischen Freilassing, macht schon seit Jahren "atalanda" von sich reden. Das im Jahre 2012 als klassisches Start-up gegründete Unternehmen befindet sich nach ersten Anlaufschwierigkeiten inzwischen kontinuierlich auf der Erfolgsspur und – man höre und staune – ergänzt das Angebot von Internet-Riesen wie Amazon und Google. Das Geschäftsmodell: die Verknüpfung digitaler Strukturen mit der Geschäftswelt vor Ort. "atalanda" bietet die Möglichkeit, Produkte bei lokalen Händlern bequem online zu bestellen und weiterhin mit dem Geschäft in Kontakt zu bleiben.
Bundesweit richten sich die Blicke – nicht nach Berlin und auch nicht nach München, sondern nach Nabburg. Das Städtchen in der Oberpfalz sorgte in den Lokalzeitungen und Werbemagazinen für Schlagzeilen. Der Grund: Eine Imagekampagne, deren Kernelement eine Serie von weltbekannten Bildern ist, die mit Hilfe von Nabburger Persönlichkeiten weiterentwickelt und nachgestellt wurden. Das kreative Konzept der Gewerbetreibenden überzeugte Gäste, KundInnen, die Presse, verschiedene JurorInnen und vor allem die eigene Stadt.
Vuframe hat den Innovationswettbewerb „Handel im Wandel“ 2018 der Günther Rid Stiftung gewonnen: Seitdem befindet sich das in Regensburg ansässige Start-Up-Unternehmen auf Erfolgskurs. Was die Jury überzeugt hat: Mit einer von Firmengründer Andreas Zeitler und seinen Mitarbeitern entwickelten Software ist es dem Einzelhandel möglich, seine Produkte auf diversen Online-Plattformen weltweit visuell zugänglich zu machen. Profiteur ist der Kunde: Ein Klick genügt – und im Idealfall ist das Wohnzimmer bereits virtuell eingerichtet.
Einzelhändler, Start-Ups, Familienunternehmen: Seit über 30 Jahren greift die Günther Rid Stiftung für den bayerischen Einzelhandel Akteuren der lokalen Wirtschaft im Freistaat erfolgreich unter die Arme. Sie bewegt sich aber auch auf größerem Terrain, wie das Beispiel Gunzenhausen zeigt. Dort war sie Geburtshelfer einer herausragenden Strategie für das Stadtmarketing
Das Fotohaus Heimhuber – in Sonthofen ist es längst so etwas wie eine Institution. Wer historische Alpenmotive in herausragender Qualität auf Leinwand drucken und mit den Bildern die eigenen vier Wände schmücken möchte, der ist in dem sympathischen Geschäft im Zentrum des Allgäu-Städtchens genau an der richtigen Adresse.
Für ihr Unternehmen ist Catrin Graf 2019 mit dem Wirtschaftspreis „LaMonachia“ der Landeshauptstadt München ausgezeichnet worden. Die Graf-Dichtungen GmbH, ein Spezialfachhandel in der Renovierungsbranche des Bausektors mit Hauptsitz in München-Freiham, hat sich auf den Vertrieb und die Herstellung von Dichtungsprofilen spezialisiert.
Karin Stäbler hat wahre Pionierarbeit geleistet: Ende der 90er Jahre, hat die Textilhändlerin die Bedeutung von Begriffen wie „E-Commerce“ und „Multichannel-Strategie“ erkannt und neuartige Konzepte umgesetzt. Mit der Gründung der „Reich Online Services GmbH“ gelang ihr der Durchbruch.
Christian Bier leitete Intersport Eisert, ein Unternehmen mit rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Für den Berufswechsel vom Lehramt zum Sporthandel nahm er an dem berufsbegleitenden Qualifizierungsprogramm „Unternehmensführung im Handel" der Rid Stiftung teil.
Thomas Tretter, Teilnehmer des ersten Seminars der Rid Stiftung im Jahre 1988, und sein Sohn Gregor Tretter, Teilnehmer der ‚E-Commerce Manager Ausbildung‘ im Jahr 2016, berichten über den bayerischen Einzelhandel – und von ihren Motivationen und Erkenntnissen im Zusammenhang ihrer Teilnahme an Förderprogrammen der Rid Stiftung.